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DKG fordert abgestimmtes Miteinander von CoVID-19-Bereitschaftsdienst und Regelversorgung

KMi-News vom 28.04.2020

 

KMi (scp) – Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat ein Konzept zur Gewährleistung des Miteinanders von COVID-19-Bereitschaftsdienst und Regelversorgung in den Krankenhäusern vorgelegt. Mit diesem bundesweiten Orientierungsrahmen soll den Ländern die Möglichkeit gegeben werden, unter Beachtung regionaler Besonderheiten eine schrittweise Rückkehr in die Regelversorgung zu ermöglichen.

Nach Ansicht der Kliniken muss in diesem Orientierungsrahmen auf der Bundesebene zum einen der Umfang der für COVID-19-Patienten freizuhaltenden Allgemein- und Intensivbetten und zum anderen die Priorisierung für stationär aufzunehmende Patienten außerhalb des COVID-19-Geschehens festgelegt werden. „Es ist wichtig, dass das Personal zum Betreiben der für COVID-19-Patienten freigehaltenen Betten kurzfristig einsatzbereit sein muss. Und wir benötigen hausindividuell ein Maximum an Infektionsprävention, wenn wir wieder in die Regelversorgung einsteigen. Das beinhaltet auch, Behandlungsbereiche räumlich zu trennen“, so DKG-Präsident Dr. Gerald Gaß.

Vorrangig müsse, so die DKG, nun die Versorgung für drei Gruppen ins Auge gefasst werden:

  • Patienten, bei denen eine Verschiebung der Behandlung die Lebenserwartung verkürzen würde, auch im Verdachtsfall
  • Patienten, bei denen eine Verschiebung der Behandlung zu einer dauerhaften und unverhältnismäßigen Funktionseinschränkung führen würde, auch im Verdachtsfall
  • Patienten mit deutlich lebensqualitätseinschränkenden Symptomen.

Das Konzept der DKG findet sich in einem 10-Punkte-Plan wieder. Demnach müssen sofort erforderliche Behandlungsmöglichkeiten jederzeit freigehalten werden – für alle Krankenhäuser, die über entsprechende Behandlungsmöglichkeiten verfügen und im DIVI-Register gelistet sind, gelte die Vorgabe, 20 Prozent ihrer Intensivbehandlungsbetten mit Beatmungsmöglichkeit freizuhalten. Über die grundsätzlichen Freihaltevorgaben hinaus sollen die Krankenhäuser in der Lage sein, innerhalb von 72 Stunden weitere Behandlungskapazitäten für COVID-19-Patienten zu organisieren, wenn es der Anstieg der Reproduktionsrate bei den Infektionen erfordert. Rehakliniken sollen ihren regulären Betrieb wieder aufnehmen, da sich gezeigt habe, dass die Behandlungskapazitäten in den Akutkrankenhäusern ausreichend sind, um die aus dem zurückliegenden Infektionsgeschehen entstehende Krankheitslast zu versorgen. Stationäre Pflegeeinrichtungen sollen im Umgang mit Corona-positiven Bewohnern und Verdachtsfällen stärker unterstützt werden. Alle Kliniken sollen ein Maximum an Infektionsprävention gemäß den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts leisten. Weiterhin müssten besondere, vom RKI zu entwickelnde Teststrategien die Arbeit der Krankenhäuser unterstützen – diese dienten dem Schutz von Patienten und Mitarbeitern. Außerdem macht die DKG klar, dass die Finanzierung der Krankenhäuser auf die abgestimmte Balance zwischen Bereitschaft und Versorgung angepasst werden müsse – klar sei, dass eine rein leistungsbezogene Vergütung über DRGs und Pflegesätze diesen Aufgaben nicht gerecht werde.
Die Eckpunkte seien in den Bundesländern den regionalen Gegebenheiten und Erfordernissen entsprechend umzusetzen.

BMG-Konzept fordert 25 Prozent freie Intensiv-Kapazität für COVID-19-Patienten

Auch das Bundesgesundheitsministerium (BMG) empfiehlt, Krankenhäuser schrittweise in einen neuen Alltag zu führen und Kapazitäten teilweise wieder für Patienten zu nutzen, die nicht mit dem Coronavirus infiziert sind. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat den Gesundheitsministern dazu ein Konzept vorgelegt. Laut des Konzepts wird unter Berücksichtigung der Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), der DIVI und der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) folgendes stufenweises Vorgehen empfohlen (Dokumentation in Auszügen):

„a. Bis auf weiteres wird die von den Krankenhäusern freizuhaltende Intensivkapazität für COVID-19-Patientinnen und -Patienten auf 25 % der insgesamt vorhandenen Intensivbetten festgelegt und die OP-Kapazität kann in einem ersten Schritt zu 70 % für Elektiveingriffe geöffnet werden. Über diese Vorgabe hinaus sollten die Krankenhäuser in der Lage sein, je nach Pandemieverlauf innerhalb von 72 Stunden weitere Intensiv- und Beatmungskapazitäten zu organisieren.
b. Planung einer schrittweisen Erhöhung der OP-Kapazität für Elektiveingriffe um jeweils 10 % alle zwei Wochen bei gleichzeitiger sorgfältiger Re-Evaluation der vorhandenen regionalen und nationalen Intensivbettenkapazität und der auftretenden Neuinfektionen. Bei Bedarf Anpassung vor Ort, wenn die 25 %-Grenze unterschritten wird.
c. Ab einer elektiven OP-Kapazität von 90 % schrittweise Anpassung der Intensivbetten-Reserve in 5 %-Schritten alle 21 Tage – in Abhängigkeit von der Zahl der Aufnahmen aufgrund von SARS-CoV-19-Neuinfektionen im Verhältnis zu den entlassenen Patientinnen und Patienten. Die untere Grenze der Intensivbetten-Reserve ist dabei abhängig von den Ergebnissen der epidemiologischen Entwicklung zu definieren.
d. Die Behandlungsrealität in den Krankenhäusern zeigt bei COVID-19-Patienten ein Belegungsverhältnis von 1:3 bezogen auf die Zahl der im Intensivbereich und der im Normalbereich behandelten Patienten. Dies gilt es auch bei der Freihaltung von Kapazitäten in der Normalversorgung, räumlich abgegrenzt von der Non-COVID-19-Versorgung, zu berücksichtigen.

4. Die AWMF hat zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie eine Orientierung erarbeitet, nach welchen Kriterien die nicht für COVID-19-Patientinnen und -Patienten freigehaltenen Kapazitäten genutzt werden sollen. Eine Priorisierung ist aufgrund der weiterhin beschränkten Kapazitäten erforderlich. Hierzu bedarf es einer nachvollziehbaren Entscheidungsgrundlage und einer transparenten Kommunikation. Unter der Berücksichtigung von Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie sollten beispielsweise Operationen bei schnell fortschreitenden Erkrankungen sowie bei überschaubarer Komorbidität bevorzugt erfolgen. Die konkreten Entscheidungen können nur die Ärztinnen und Ärzte im Einzelfall (patientenbezogen) im Verhältnis zu allen anderen Patientinnen und Patienten vor Ort treffen. Dazu sollte in jedem Krankenhaus ein interdisziplinäres Team aus allen operativen Disziplinen, Anästhesisten sowie der Pflege die Entscheidung über die durchzuführenden Operationen treffen. Diese Planung elektiver Operationen sollte von Woche zu Woche erfolgen. Darüber hinaus wird empfohlen, vor Aufnahme im Krankenhaus jede Patientin und jeden Patienten auf das Corona-Virus zu testen und diese auch auf das mögliche Infektionsrisiko im Krankenhaus hinzuweisen.

5. Es gibt Anzeichen, dass Patientinnen und Patienten in Corona-Zeiten Notfälle wie Herzinfarkte und Schlaganfälle aber auch Beschwerden aufgrund ihrer bestehenden chronischen Erkrankungen weniger zum Anlass nehmen, ärztliche Hilfe zu beanspruchen. Dies führt zu einer Verschlechterung der Versorgung in Deutschland insgesamt. Es muss auch in Corona-Zeiten selbstverständlich bleiben, dass die Versorgung dieser Patientinnen und Patienten höchsten Stellenwert hat. Bürgerinnen und Bürger müssen neu dafür sensibilisiert werden, dass sie bei solchen Notfällen ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Die Angst vor einer Corona-Infektion darf hier nicht überwiegen.

6. Entwicklung eines Stufenkonzepts durch die Länder: Den Ländern wird empfohlen – soweit noch nicht geschehen – jeweils ein auf ihren regionalen Versorgungsstrukturen aufsetzendes (Stufen-)Konzept für die Versorgung und die Vorhaltung der Kapazitäten zu entwickeln. Die Länder können dabei regional die je Krankenhaus grundsätzlich 25 % vorzuhaltenden Intensivbettenkapazitäten in geeigneter Weise auch auf andere Krankenhäuser übertragen, etwa um Spezialkliniken von COVID-19- Patientinnen und -Patienten zu entlasten und dort vermehrt (spezialisierte) elektive Eingriffe vornehmen zulassen. Die Konzepte sollten folgende Punkte zu umfassen:

a. Festlegung der Krankenhäuser, in denen die o.g. Kapazitäten für COVID-19-Patientinnen und -Patienten freigehalten werden sollen,
b. Benennung von Krankenhäusern, in welchen vorrangig bzw. erst nachrangig COVID-19-Patientinnen und -Patienten aufgenommen und behandelt werden sollen,
c. Auswahl von Krankenhäusern, in denen planbare Operationen von Patientinnen und Patienten mit anderen Erkrankungen vorgenommen werden sollen und
d. Eskalationsstrategie, wie gegebenenfalls die Kapazitäten bei einer wieder ansteigenden Zahl von im Krankenhaus behandlungsbedürftigen COVID-19-Patientinnen und -Patienten angepasst werden können, zum Beispiel durch die Nutzung von Vorsorge- und Reha-Einrichtungen oder durch Bedarfs- und Notfallkrankenhäuser.

7. Das DIVI-Intensivregister wird aktuell schnellstmöglich zu einem Tool weiterentwickelt, das anhand bekannter Parameter eine Prognose für den COVID-19-bedingten Bedarf an Intensivbetten bundesweit und regional für die nächsten zwei Wochen vorhersagt. Dieses Tool wird vom Bundesministerium für Gesundheit weiter gefördert und im laufenden Betrieb beständig weiter verbessert und ausgebaut.

8. Mit dem COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz wurde ein Expertenbeirat eingerichtet, um die finanzielle Lage der Krankenhäuser angesichts der getroffenen Maßnahmen zu begleiten und zeitnah Empfehlungen zur Nachsteuerung zu geben. Dieser nimmt Ende April seine Arbeit auf.“

Gemeinsam stark für Patienten und Krankenhäuser

Kooperation zwischen PwC und MedAdvisors

 

Bereits seit dem 1. Juli 2019 profitieren Krankenhäuser von der Kooperation zwischen der PwC und der MedAdvisors GmbH.
Gemeinsam bieten sie ganzheitliche Lösungen für eine zukunftsorientierte Organisation von Krankenhäusern im deutschsprachigen Raum an. Dabei steht die hohe Qualität der Versorgung der Patienten und die Wirtschaftlichkeit im Mittelpunkt. Das auf die Gesundheitswirtschaft spezialisierte Beratungsunternehmen aus Hamburg arbeitet seit Jahren erfolgreich in der Beratung von Universitätsklinika und Maximalversorgern und greift hierfür auf ein breites Expertennetz- werk zurück. PwC als marktführende Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft in Deutschland bringt langjährige Erfahrung und Expertise in der Krankenhausberatung mit und bietet ganzheitliche Lösungen für den Gesundheitsbereich an.

Noch nie war der Druck auf Krankenhäuser so groß wie heute. Zu den größten Herausforderungen zählt der chronische Fachkräftemangel, noch einmal verstärkt durch die aktuelle Gesetzgebung, die Personaluntergrenzen in Krankenhäusern regelt. Auch die schleppende Umsetzung der Digitalisierung verhindert, dass Patienten von neuen Technologien profitieren und wirft das Gesundheitswesen somit weit hinter andere Branchen zurück. Dies belegt ebenfalls der Krankenhaus Rating Report 2019, der die existentielle Bedrohung vieler Krankenhäuser, insbesondere im öffentlich-rechtlichen Bereich, aufzeigt.

Vor diesem Hintergrund kooperiert PwC seit dem 01.07.2019 mit der MedAdvisors GmbH. Dadurch können Akteure im Gesundheitswesen und speziell aus dem Krankenhaussektor noch umfassender beraten und unterstützt werden. Beide Unternehmen stehen ihren Mandanten angesichts des dynamischen Gesundheitsmarkts als vertrauensvoller und starker Partner zur Seite, um mit ihren Lösungsansätzen das Wohl der Patienten heute und in Zukunft sicherzustellen.

Für Krankenhäuser bietet die Kooperation ein Serviceportfolio, das auf langjährigen praktischen Erfahrungen in der Gesundheitsbranche und auf einem breitgefächerten, sehr gut vernetzten Beratungsangebot basiert. Das Portfolio reicht von Umstrukturierungsberatungen über Optimierungen der medizinischen Kernprozesse bis hin zu betriebswirtschaftlichen Analysen wie zum Beispiel Abteilungsergebnisrechnungen oder Personalbedarfsermittlungen. Gemeinsam arbeiten die MedAdvisors GmbH und PwC an innovativen Versorgungsmodellen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen und die intersektorale Zusammenarbeit zielführender und effizienter gestalten.

Um das Ziel einer hoch qualitativen und wirtschaftlichen Patientenversorgung bei hoher Akzeptanz der Kollegen zu erreichen, ist es mir ganz besonders wichtig, dass unsere Experten bereits eine langjährige Erfahrung im Krankenhaus besitzen. Nur so können wir Beratung aus der Praxis für die Praxis anbieten, so der Gründer und Geschäftsführer der MedAdvisors GmbH Prof. Dr. med. Bartels. Der ehemalige Chirurg und Herzchirurg hat vor der Gründung von MedAdvisors das Universitätsklinikum Greifswald und das AK St. Georg in Hamburg als Vorstandsvorsitzender geleitet. Der Beratungsschwerpunkt seines Unternehmens liegt bei Krankenhäusern jedweder Versorgungsstufe, Universitätskliniken und Krankenhausverbänden in den Bereichen Medizinstrategie und Prozessoptimierung.

 

Armin Albat, Partner bei PwC im Bereich Healthcare, sieht vor allem in der langjährigen Erfahrung und in der fachübergreifenden Beratungsexpertise von PwC einen echten Mehrwert, der in die Kooperation mit eingebracht wird. Unser ganzheitlicher Beratungsansatz, die umfassende finanzwirtschaftliche Expertise und das große PwC Netzwerk sind Faktoren, die in der Zusammenarbeit genutzt werden können um zukünftig unseren gemeinsamen Mandanten noch bessere Lösungen anbieten zu können.